Anfang des Jahres, Aaron kam gerade von seinem täglichen Spaziergang zurück, wurde er ein paar Meter vor unserem Zuhause von einem durchgedrehten Rottweiler angefallen. Er drückte ihn mehrere Male zu Boden. Doch der Rottweiler ließ trotzdem nicht von ihm ab. Irgendwie erwischte er Aaron dann an den Vorderbeinen. Aaron erlitt Bißwunden, die bis in das Knochenmark hineinreichten.

Die Wunden verheilten nur schwer. Doch wir gaben die Hoffnung nicht auf. Und tatsächlich ging es Aaron nach einiger Zeit wieder besser und seine Verfassung war fast wieder so gut wie früher...dachten wir zumindest. Dann kamen wieder neue Infektionen hinzu. Aaron konnte nicht mehr aufstehen, lag die ganze Zeit nur apathisch auf seiner Decke und wurde mit Medikamenten vollgestopft. Diese zeigten dann auch ihre Wirkung und plötzlich ging es ihm wieder besser...bis zum nächsten Rückfall. Das ging mehrere Male so hin und her.

Niemand von uns hätte je damit gerechnet, aber durch den hohen Blutverlust und mehrere Infektionen stark geschwächt, ging es mit Aaron rapide Berg ab. Wir versuchten alles, um ihm zu helfen. Doch am Ende schlugen nicht mal mehr die Antibiotika bei ihm an und das Einzige, was ihm wirklich noch helfen konnte, war ein qualloser und leichter Tod.

Am 22. April 2001 - nach 5 wunderbaren gemeinsamen Jahren - ließ ich Aaron einschläfern. Ich hielt ihn ganz fest in meinen Armen als sein Herz zum letzten Mal schlug.

Dies sind die letzten Bilder von Aaron, geschossen ca. eine Stunde vor seinem Tod. Er stand hier unter starken Schmerzmitteln und nur so war es überhaupt möglich, dass er seinen letzten Spaziergang noch ein bißchen genießen konnte.